Monatsarchiv für Mai 2010

Offener Brief an die Innsbrucker Bürgermeisterin Frau BM Mag.Oppitz-Plörer

Othmar 26. Mai 2010

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin!

Auf meinen Brief (* ), in dem ich Sie dazu einlade das Sonderschutzgebiet Rietzer und Mieminger Innauen kennenzulernen, um Ihnen die Schönheit und Vielfältigkeit dieses einzigartigen Gebietes zu zeigen, habe ich bedauerlicherweise weder Zusage noch Absage erhalten.

Da dieses Gebiet auch für Ihre Gemeinde eine wichtige Hochwasserschutzfunktion erfüllt, ist es mir unverständlich, daß Sie sich so uninteressiert zeigen. Wenn die Anliegen der Bürger der umliegenden Gemeinden nicht Ernst genommen werden, brauchen Sie sich  nicht wundern, wenn das Interesse bei Wahlen nachläßt und das Vertrauen verloren geht. Sie wären gut beraten,  an  öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionen teilzunehmen, die zu gemeinsamen Lösungen führen.

Mit freundlichen Grüßen,

Othmar Senn

* Brief

Hochspannung im Kaunertal

Othmar 22. Mai 2010

Ganz Tirol schaut derzeit ins Kaunertal, wo ein geplanter Speicherausbau für großen Widerstand sorgt. Die Bürgerinitiative  “Lebenswertes Kaunertal” kämpft gegen die Zerstörung eines ganz sensiblen Lebensraumes, der in einem Natura 2000 Gebiet liegt.

-mehr-          www. lebenswertes-kaunertal.at

Es lebe der Inn!

Gebhard 3. Mai 2010

Für den heurigen Inn Erlebnistag haben wir uns richtig ins Zeug gelegt.

Und es hat sich gelohnt. Ca. 300 Besucher kamen, um sich von den Mitgliedern der Plattform Tiroler Inn einige der Naturschätze und Besonderheiten der Rietzer und Mieminger Innauen zeigen zu lassen, oder einfach auch nur um einen feinen Tag am Inn  zu verbringen. Unserer Einladung waren auch, obwohl Tag der Bundespräsidentenwahl, die Bürgemeister von Stams, Franz Gallop, und Telfs, Christian Härting, gefolgt.

Viele haben zu dieser Veranstaltung beigetragen. Ein besonderes Dankeschön an:

Familie Grutsch aus Rietz, sie sorgten mit einer tadellosen Beschilderung dafür, dass alle Besucher zur Schotterbank fanden.

Es gab einen tollen Stand von Bird Life, betreut von Katharina Peer und Waltraud Weissbacher,  mit Informationen über die vorkommenden Vogelarten. Es bot sich auch die Gelegenheit, die Flussuferläufer vor Ort zu beobachten.

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Viktoria Ernst vom WWF zeigte anhand von Fließgewässermodellen warum ein natürliches Flussbett mit Auwald immer noch der beste Hochwasserschutz ist, den es gibt. Für die Kinder bot sich die Gelegenheit die Kleinlebewesen des Wassers mit dem Binokular zu bestaunen.

Mit welchen Steinen man Feuer machen kann und vielen anderen Fragen wurde Werner Schwarz vom Geoforum Oberland an seinem “Gesteinstisch” von jüngeren Besuchern geprüft.

Oskar Schmidt von der Kulturkooperative Stams begleitete die Entstehung eines sehr schönen und kräftigen Mandalas.

Die Kulturkooperative war auch am Verpflegungsstand  mit Tatjana Senn, Birgit Tschavoll, Barbara und Anna Seebacher, Anita Oberleiter vertreten, und versorgte die Besucher mit Würsteln und  Apfelsaft.

Das notwendige “Drum-herum” wurde von  Christian Ensinger,  Wolfgang Jais,  Josef Riess (Obmann der Kulturkooperative),  und unseren Wenigkeiten erledigt.

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Eine Feuerstelle für Selbstgriller wurde von Heimo Tschavoll betreut.

Ab 15  Uhr krönte dann das  “Frischluft Quirlett”  rund um Christine Federspiel-Heger mit ihrer rein akustischen Musik diesen gelungenen Inn-tag.

Die Bootsgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Rietz sorgte für die Sicherheit Aller.

Bei unserer Pressekonferenz auf der Schotterbank haben wir einmal mehr an die IKB – Leitung appelliert, endlich das Projekt “Innkraftwerk Telfs” ad acta zu legen. Auch noch so viele teure Hochglanzbroschüren mit Falschinformationen werden dieses Projekt nicht genehmigungsfähig machen! Wieviel Wasser muss noch den Inn herunterfließen, bis sie´s endlich begreifen?  Unterstützt wurden wir dabei vom WWF durch Christoph Walder und den Kajakern der Naturfreunde. Nachdem Bürgermeister und passionierter Fischer Franz Gallop sich klar und deutlich gegen ein Laufkraftwerk ausgesprochen hat bleibt zu hoffen,  dass auch sein Telfer Amtskollege Christian Härting  für den Erhalt der Innauen eintritt.